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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ABIT am Ende ?!


Dogimann
12.01.2006, 22:16
Finanzielle Schwierigkeiten: Abit verkauft bereits sein Hauptquartier

Der bekannte Mainboard- und Grafikkartenhersteller Abit wird sein Hauptquartier in Taiwan an die Deutsche Bank verkaufen, um seine Schulden abzubauen. Der Erlös aus dem Bürogebäude (ca. $53 Mio.) reduziert die gesamte Schuldenlast des Unternehmens auf 57 bis 60 Millionen US-Dollar. Zuvor wurde bereits berichtet, dass Abit seine Fertigungsstätten abstoßen und die Produktion outsourcen wolle. Dies könnte bedeuten, dass die Investoren noch schnell das Tafelsilber verscherbeln, bevor sie die Firma schließen.


Aufgrund von möglichen Unregelmäßigkeiten bei den Angaben in den Finanzberichten sind die Aktien von Abit bereits seit Mitte September letzten Jahres vom Handel in Taiwan ausgesetzt. Der Hersteller hat noch bis Februar Zeit, seine Zahlen von 2003, 2004 und teilweise auch von 2005 erneut bei der taiwanesischen Börse einzureichen. Die Korrektheit der bisherigen Angaben wird angezweifelt, nachdem der Umsatz in Taiwan zuletzt nur noch 6 bis 9 Millionen US-Dollar pro Monat betragen soll, obwohl dieser im letzten Jahr noch bei monatlich zwischen $30 und $60 Mio. lag.
Der Wert des Unternehmens Abit ****** nach der Veröffentlichung von überarbeiteten Finanzberichten Ende Oktober 2005 nur noch rund 51 Millionen US-Dollar, nachdem Abit im November 2004 noch mit ca. $325 Mio. eingeschätzt wurde.

Abit war einer der ersten Hersteller, der seine Mainboards mit Funktionen zur Übertaktung durch den Anwender ausstattete. Mittlerweile haben die meisten anderen Unternehmen aber nachgezogen und bieten ähnliche oder sogar die gleichen Features an.

Dogimann
27.03.2006, 22:48
Nachdem ABIT Computer in den letzten Jahren mit immer größer werdenden finanziellen Problemen zu kämpfen hatte, gab der Auftragsfertiger USI (Universal Scientific Industrial) im Januar die Übernahme von ABIT bekannt.

USI übernimmt allerdings ABIT Computer nicht vollständig, sondern ausschließlich die Mainboard-Sparte inkl. Mitarbeitern, Patenten, geistigem Eigentum, Warenzeichen und Markennamen.

Wie ABIT in einer Pressemitteilung verkündet, wird man zusammen mit USI die von der Übernahme betroffenen Unternehmenswerte in ein gemeinsames Joint Venture überführen. Wahrscheinlich im Juni diesen Jahres soll das Joint Venture unter dem Namen "Universal ABIT Holding Company" (UAHC) an den Start gehen und ABITs Tradition im Mainboard-Bereich fortführen bzw. neu aufleben lassen.
Dabei zeigt sich USI für Service und Kundendienst, als auch für die Fertigung im High-End Bereich angesiedelter Mainboards verantwortlich, die Fertigung von Low-Cost Mainboards wird laut DigiTimes wie schon in der Vergangenheit Elitegroup übernehmen. ABIT selbst wird sich nunmehr auf Forschung, Entwicklung und die Vermarktung konzentrieren.

Nach dem Verkauf der Marke ABIT wurde der verbleibende Unternehmsteil inzwischen umbenannt in "Shin-Yi Technology". Über eine mögliche neue Ausrichtung des Unternehmes jenseits des Mainboard-Geschäftes ist bislang nichts bekannt. Nach einem DigiTimes Bericht vom 26. Januar könnte Shin-Yi Technology im Bereich von Netzwerk- und anderen PC-Komponenten tätig werden.